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Inhalt :Immer mal wieder Ärger mit Jägern

1. Ziel - Vertrauen, Gewöhnung

2. Ziel - Suchen auf Hörzeichen

3. Ziel - Fährteneinflüsse

4. Ziel - Fährtenelemente

5. Ziel - Fährtenfestigkeit

6. Ziel - Ablenkungen

7. Ziel - Fährtenarten

8. Ziel - Verleitungen

9. Ziel - Fährtensicherheit

 Askia bei der Fährtenarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend wollen wir Sie über die Ausbildung unserer Hunde in der Fährtenarbeit informieren:

1. Ziel - Vertrauen, Gewöhnung

Sobald wir uns für einen Welpen entschieden haben und die Kauf­formalitäten erledigt sind, beginnt für den Welpen und für uns „der Ernst des Zusammenlebens". Dabei ist die Belehrung des Welpen der wichtigste Teil dieses neuen Lebensabschnittes. Denn durch die Belehrung ist es am besten möglich,

a) das Weltbild des Welpen, das sich in der Sozialisierungsphase formt, zu unseren Gunsten zu beeinflussen.

b) die Selbstsicherheit und das Selbstvertrauen des Welpen im Umgang mit den Menschen zu fördern.

Bevor wir aber beginnen, ihm täglich ganz zwanglos alle notwendi­gen Befehle und Verbote beizubringen, müssen wir erst sein Vertrauen gewonnen und ihn in unser Heim eingewöhnt haben.

Am leichtesten und reibungslosesten erreichen wir diese Vorausset­zungen und das erste Lernziel, wenn wir bei der Umstellung des Wel­pen einige Punkte beachten.

1. Jeder abgegebene Welpe erwählt in seiner neuen Umgebung meist sehr schnell eine primäre Bezugsperson, der er sich inniger anschließt und bei der er Schutz und Geborgenheit sucht. Das kann der Vater, die Mutter oder ein Kind sein. Da dieses besondere Vertrauensverhältnis die Aufbauarbeit wesentlich erleichtert, sollte diese erste Bezugsperson stets der Hundeführer sein. Deshalb nehme zuerst du als künftiger Hundeführer mit dem Welpen Kontakt auf, hole ihn selbst vom Züchter ab, betreue ihn persönlich auf dem Heimweg, führe ihn allein in sein neues Heim ein und füttere ihn die ersten zwei bis drei Tage ausschließlich selbst.

 

2. Lege die Grundlage der sozialen Partnerschaft und des engen Kontakts zwischen dir und dem Hund schon beim Züchter, indem du

a) den Welpen zwei bis drei Wochen vor der Übernahme so oft wie möglich besuchst und mit ihm sprichst.

b) dich mit zunehmendem Vertrauen immer mehr allein mit dem Welpen beschäftigst.

3. Hole den Welpen zu einem Zeitpunkt in der Woche ab, an dem du dich ihm am längsten widmen kannst. Dies ist wichtig, weil die ersten 24 Stunden im neuen Heim für das Mensch-Hund-Verhältnis von entscheidender Bedeutung sind.

 

4. Übernehme den Welpen am besten an einem Vormittag, damit du ihn bis zum Abend einigermaßen in sein neues Heim eingewöhnt hast. Dann brauchst du meist keine große Störung der Nachtruhe zu befürchten.

5. Holst du den Welpen mit dem Auto ab, dann sollte seine letzte Mahlzeit acht bis zehn Stunden vor der Autofahrt liegen. Da er aber trotzdem erbrechen kann, solltest du einige Lappen oder Tücher einstecken und ihn selbst betreuen.

6. Nimm vom Züchter ein Stück gebrauchte Hütteneinlage oder einen Lappen mit, auf dem die Welpen gelegen oder mit dem sie gemeinsam gespielt haben. Dadurch nimmst du sozusagen die „Heimat" in seine neue Umgebung mit und machst sie damit für den kleinen Welpen „heimisch".

 

7. Nach der Ankunft lasse den Welpen sofort in seinem zukünftigen Auslaufbereich herumlaufen, herumschnüffeln und sich lösen. Dadurch schaffst du bekannte Auslösereize, wenn der Welpe später an diesem Ort seine „Geschäfte" erledigen soll.

 

8. Gewöhne den Welpen gleich in dem Raum ein, der für ihn in der nächsten Zeit das Heim erster Ordnung sein wird. Dadurch musst du den Hund später an diesem Ort nicht nochmals eingewöhnen.

9. Im Heim selbst gebe dem Welpen ausreichend Gelegenheit,

a) sich überall umzusehen und alles zu erschnüffeln.

b) von sich aus Kontakt zu den anderen Familienmitgliedern aufzunehmen, niemals umgekehrt.

c) sich auszutoben, seine erste Mahlzeit zu sich zu nehmen und zu schlafen.

Dies ist sehr wichtig, weil ein Welpe, der in einem neuen Raum gespielt, gefressen und geschlafen hat, diesen meist sofort als sein Heim betrachtet.

10. Halte den Welpen, auch wenn er normalerweise im Zwinger aufwächst, während der Sozialisierungsphase grundsätzlich in der Wohnung, weil

a) ihm die Trennung von seinem bisherigen Leben leichter fällt.

b) du Weite und Umfang der sozialen Partnerschaft zwischen dir und dem Hund gezielter beeinflussen kannst.

c) du ihm hier die Grundlagen jeder Belehrung, Erziehung und Abrichtung am besten beibringen kannst.

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2. Ziel - Suchen auf Hörzeichen

Nachdem wir die ersten 1-2 Wochen im neuen Heim dazu benutzten, die Grundlagen für ein sinnvolles und beständiges Mensch-Hund-Verhältnis zu legen, besteht das 2. Ziel darin, dem Hund das Suchen auf Hörzeichen zu lehren.

Link zum Fährtenprotokoll.pdf

Dies gelingt uns am besten, wenn wir die angeborenen Fähigkeiten des Hundes, seine Beute sowohl auf der Geruchsspur als auch unter Sicht zu verfolgen, geschickt ausnutzen und den Übergang von der Wildfährte zur Menschenspur fließend gestalten.

Unter weitgehender Ausnutzung des Sättigungsdranges als primäres Element des Selbsterhaltungstriebes beginnen wir den Jagdtrieb des Welpen wie folgt abzuwandeln:
 

1. Lass den Welpen während einer günstigen Witterungsperiode etwas hungern, indem du ihm ein oder zwei Mahlzeiten vorenthältst. Genügt dies nicht, verlängere die Hungerzeit. Am besten, du gibst ihm abends nichts mehr zu fressen.
 

2. Binde am folgenden Tag ein Stück warmes Fleisch oder einen warmen Fleischknochen an einen Bindfaden, bestücke dich mit Gummistiefeln und fahre bei wenig Wind mit dem Welpen allein in ein ruhig gelegenes Fährtengelände.
 

3. Suche auf einer kurzgrasigen, ungemähten Wiese oder einem ebenen, kurz bewachsenen Saatfeld oder einem ebenen, schollenfreien Acker eine geeignete Stelle für den Abgang.
 

4. Markiere außer Sicht des Welpen die Stelle mit einem Stock und trete rechts neben den Stock einen sich nach vorn verjüngenden, trichterförmigen Abgang in Windrichtung und mit Gummistiefeln. Dabei betupfe mit dem Fleisch- oder Knochenstück immer wieder den Abgang.

5. Dann lege in kleinen Schritten eine kurze, gerade Fleischschleppe von etwa 15 m in Windrichtung, indem du das angebundene Fleischstück vom hinteren Ende des Abgangs an genau in der Mitte deiner Spur hinter dir herziehst.

6. Ohne irgendwelche Futterstücke auf der Fährte zu deponieren, löse am Ende der Fleischschleppe das Fleisch vom Bindfaden und lege es so nieder, dass der Hund es nicht schon von weitem sieht. Du kannst das Schleppfleisch aber auch aufheben und dafür die mitgenommene Futterschüssel oder einen anderen flachen Behälter mit Futter hinstellen und verdecken.

7. Gehe nach dem Deponieren des Futters auf derselben Fährtenspur zum Abgang zurück, ohne das Fleisch- oder Knochenstück nochmals hinter dir herzuziehen oder aufzutupfen. Dabei halte das Futter genau über der Fährtenspur und trete zur Verstärkung der pflanzlichen Duftspur zwischen deine vorherigen Fußstapfen. Damit schaffst du ein gutes Mischungsverhältnis zwischen pflanzlichen und tierischen Duftstoffen.


 

8. Kehre nach dem Legen der Fährte zum Welpen zurück und geh mit ihm 5 bis 10 Minuten abseits des Fährtengeländes ruhig spazieren, damit er sich entleeren und entspannen kann.
 

9. Hole anschließend das Fährtengeschirr und die Fährtenleine und begib dich mit angeleintem Welpen gemessenen Schrittes in das Fährtengelände, ohne dabei dem Welpen Gelegenheit zum Schnüffeln zu geben.
 

10. Bereite den Welpen in kurzer Entfernung vom Abgang gelassen auf die Fährtenarbeit vor. Dabei handle nach einem genau festgelegten Schema, das du künftig immer einhältst. Diese Zeremonie umfasst allgemein folgende Verhaltensweisen:

a) Den Hund in stehender Körperhaltung konsequent verharren lassen, das Suchgeschirr vor den wartenden Hund auf den Boden legen und die Suchleine parallel zum wartenden Hund nach rückwärts ausrollen.

b) Das Suchgeschirr liegen lassen oder bei älteren Hunden unter beruhigenden Worten anlegen, die Suchleine zwischen den Hinterläufen des Hundes hindurchführen und direkt am Halsband des Hundes befestigen. Dann das liegen gelassene Suchgeschirr entfernen.

c) Die Führleine vom Halsband des Hundes lösen, verwahren und sich bedachtsam aufrichten.

d) Die Suchleine kurz hinter dem Hund mit der linken Hand anheben, damit er nicht übertritt.

e) Den Hund mit der rechten Hand am Halsband oder Suchgeschirr festhalten und ruhig zum Abgang gehen. Dabei meide unbedingt die vorhandene Zugangsspur zum Abgang und unterbinde vorzeitiges Suchverhalten.

11. Halte den Welpen am Abgang konsequent an der Leine fest und ermuntere ihn zum Gebrauch seiner Nase, indem du z. B.

a) nach Hundeart nur geräuschvoll die Luft in kurzen Stößen durch die Nase einziehst - laut schnupperst.

b) evtl. mit der Hand auf den Abgang zeigst und das Hörzeichen „Such" gibst, wenn der Welpe den Kopf senkt und schnuppert. Dabei achte von Anfang an darauf, dass du das Hörzeichen nicht ständig zusammen mit der Suchhilfe gibst.

12. Lass den Welpen los und gib das Hörzeichen „Such" in einem etwas lang gestreckten, sanften, ermunternden und konsequenten Ton, sobald der Welpe auf dem Abgang oder auf dem Schenkel ge­zielt zu suchen beginnt. Die Formel hierfür lautet:

Hund zeigt Wunschverhalten - gleichzeitig Hörzeichen geben!

13. Sucht der Welpe mit tiefer Nase, beende sofort deine Suchhilfe und gib weiterhin das Hörzeichen „Such", evtl. in Verbindung mit einem mäßigen Lob. Die Formel hierfür lautet:

Hund zeigt Wunschverhalten - gleichzeitig Hörzeichen geben - Hund sofort bestätigen!

14. Sucht der Hund nicht mit tiefer Nase oder abseits der Fährte, indem er z. B. dem Schwebegeruch folgt, gib kein Hörzeichen. Die Formel hierfür lautet:

Hund zeigt Fehl verhalten - kein Hörzeichen geben!

15. Bringe den Welpen nur durch taktische Leinenführung oder direktes Anfassen am Halsband mit evtl. Sichtzeichen auf die Fährtenspur zurück, wenn er diese nach dem Verlassen nicht sofort wieder findet. Dabei sei in deinen Maßnahmen absolut konsequent. Die Formel hierfür lautet:

Hund zeigt Fehlverhalten - kein Hörzeichen geben - Hund sofort korrigieren!

Handle nach der Korrektur bei richtigem Verhalten sofort wieder wie unter Punkt 13 beschrieben.

16. Belohne den Welpen am Ende der Fährte mit Futter und anschließendem Spiel. Dabei führe den Welpen zum Schluss so geschickt, dass er das Futter ausschließlich durch gezieltes Suchen mit tiefer Nase findet. Denn das Futter ist die höchste Bestätigung (Triebbefriedigung) für den Hund.

17. Vermeide bei der gesamten Fährtenarbeit Hast, Nervosität und stärkere Zwangsmaßnahmen. Führe den Welpen ruhig, geduldig, besonnen und mit viel Überlegung. Dabei achte von Anfang an darauf, dass der Welpe nicht stürmisch oder mit erhobener Nase und unter Mitbenutzung der Augen fährtet. Denn der Welpe soll lernen, ausschließlich dem Ursprung des Fährtengeruchs zu folgen.
 

18. Lass danach den Welpen wieder hungern und wiederhole diese Futtersuche am Abend und an den folgenden Tagen morgens und abends so lange, bis der Welpe mit dem Hörzeichen „Such" das Herunternehmen der Nase und das Ausarbeiten der Fleischschleppe sicher verknüpft hat.
 

19. Hat der Welpe das Suchen auf Hörzeichen begriffen, nimm für die Schleppspur einen kalten Fleischknochen, erhöhe das Alter der Fährte sofort auf 20 bis 30 Minuten, verlängere die Spur systematisch analog dem Sucheifer des Hundes und verringere die Anzahl der Fährten auf drei bis vier in der Woche.
 

20. Gewöhne dem Welpen ein langsames und ruhiges Suchtempo an, indem du ihn nicht über die Leine treten lässt und ihm konsequent langsam folgst.
 

21. Sucht der Hund allgemein zu oberflächlich oder zu uninteressiert, dann steigere seinen Sättigungsdrang durch eine längere Hungerszeit.

Die Auslegung von kleinen Fleischstücken auf den Abgang und die Fährte ist nur dann ausnahmsweise und kurzfristig vertretbar, wenn ein langes Hungern auch nicht den gewünschten Erfolg zeigt.

Bringt auch diese Suchhilfe keine entscheidende Verbesserung im Suchen, ist eine andere Triebart zu wählen.
 

22. Lege zunächst die Fleischstücke in kurzen Abständen ab. Mit steigendem Sucheifer vergrößere die Zwischenabstände Schritt für Schritt so lange, bis zum Schluss nur noch das Futter am Ende der Fährte übrig bleibt.
 

23. Ist die Fleischschleppe für den Hund ein so starker Anreiz, dass er mehr den Drang nach vorn zum Futter als ein Suchverhalten entwickelt, dann beginne in dieser Phase schon mit der Tupfschleppe. Dabei erhält der Hund nur am Ende der Fährte sein Futter.

24. Das Lernen hat in dieser Entwicklungsphase des Hundes „Prägungscharakter". Deshalb sollte die Belehrung des Welpen mit größter Klarheit und Konsequenz durchgeführt werden. Gleichzeitig ist die gegenseitige Vertrauensbildung in jeder Hinsicht zu fördern.

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3. Ziel - Fährteneinflüsse

Sobald der Welpe eine etwa 50 m lange und 20 bis 30 Minuten alte gerade Fleischschleppe mit tiefer Nase bei guten Witterungs- und Bodenverhältnissen einwandfrei absucht, erhöhen wir schrittweise die Anforderungen.

1. Gewöhne den Welpen daran, auch bei Seitenwind die Schleppspur nicht zu verlassen, mit tiefer Nase zu suchen und feste Wege zu überqueren.
 

2. Hat der Welpe eine gute Wind- und Wegesicherheit erreicht, lass ihn Fleischschleppen bei jedem Wetter suchen, damit er sich auch daran gewöhnt.
 

3. Arbeitet der Welpe unabhängig von Wind und Wetter eine gerade Schleppspur auf günstigem Boden sicher aus, dann wechsle die Bodenart und das Gelände.

4. Sucht der Welpe in jedem Gelände und auf jeder Bodenart, dann beginne bei günstiger Witterung und auf idealem Gelände mit der schrittweisen Einarbeitung der Winkel.

5. Baue beim Legen der Fleischschleppe einen größeren Bogen in den Schenkel ein und belohne den Welpen anfangs unmittelbar hinter dem Bogen mit Futter. Beginne dabei wieder mit Nackenwind, so dass das Ende des Bogens im Seitenwind liegt.


 

6. Lege abwechselnd rechte und linke Bögen bei unterschiedlicher Schenkellänge, damit der Welpe sich beim Suchen nicht eine bestimmte Seite und/oder Schenkellänge einprägt.
 

7. Arbeitet der Welpe den Bogen korrekt aus, füge weitere Bögen und Schenkel hinzu, z. B. Fährten in Form von Schlangenlinien. Dann baue die Bögen stufenweise über den rechten bis zum spitzen Winkel ab und variiere auf der Fährte die Bögen und Winkel mit zunehmender Sicherheit des Welpen in der Bogen- und Winkelarbeit.

8. Variiere auch ständig die Länge der Schenkel und die Anzahl der Winkel, bis der Welpe sicher in der Winkelarbeit ist. Dann bringe den Fleischgeruch nur noch zeitweilig auf die Fährte, indem du das Schleppfleisch nur auf den Boden auftupfst.

9. Tupfe das am Band befestigte oder in einem feinmaschigen Einkaufsnetz befindliche Fleisch zu Beginn bei jedem Schritt auf den Boden auf und deponiere es am Ende der zunächst geraden Tupf­schleppe. Dabei passe die Schrittlänge der Größe des Hundes an.

10. Gehe wie bei der Fleischschleppe auf derselben Fährtenbahn wieder zum Abgang zurück, befestige nach etwa 10 Minuten die verkürzte Suchleine am Halsband des Hundes, ziehe sie zwischen seinen Hinterläufen hindurch und beginne ruhig die Sucharbeit.

 

11. Fährtet der Hund auf einer etwa 50 m langen, geraden Tupfschleppe einwandfrei, dann beginne die Winkel einzuarbeiten und die Liegezeit und die Länge der Spur sowie die Abstände zwischen den einzelnen Tupfern nach und nach zu vergrößern.

 

12. Sucht der Hund nicht intensiv genug, belohne ihn am Abgang und unterwegs ausnahmsweise und nur kurzfristig mit kleinen Leckerbissen, die du auf die Tupfer legst.

13. Ahnde eindeutiges Fehlverhalten beim Fährten sofort wie folgt: - Stürmen auf der Fährtenspur durch langsames Gehen in umgekehrter Proportion zum Stürmen. Also: je stürmischer der Hund sucht, desto langsamer geht der Hundeführer, aber zunächst ohne strafende Worte oder dosierte Leinenrucks.

- Suchen neben der Fährtenspur, Stöbern, Mäuse fangen u. ä. durch unwillige bis drohende Worte wie „Lass das", „Pfui" usw. aber zunächst ohne dosierte Leinenrucks.
 

14. Hebe die negativen Einwirkungen aber sofort durch lobende Worte und das Hörzeichen „Such" auf, wenn der Hund sich selbst korrigiert und sich wieder richtig verhält.
 

15. Erziehe den Hund jetzt konsequent dazu, ruhig und mit tiefer Nase ausschließlich auf der Fährtenbahn zu arbeiten und die Fährte gleichmäßig und überzeugend auszuarbeiten. Bei unführigen Hunden benutze notfalls auch körperliche Strafreize. Dabei beginne zunächst mit einem feingliedrigen Ketten-Halsband, das auf „Zug" gestellt ist.

16. Die Tupfschleppe erfüllt im wesentlichen drei Funktionen. Sie ist

a) das Bindeglied zwischen Fleischschleppe und reiner Hundeführerfährte.

b) ein Gradmesser der Arbeit auf der Fleischschleppe.

c) die beste Möglichkeit zur Beseitigung von grundlegenden Lernmängeln.

17. Denke beim Training des 2. und 3. Lernzieles stets daran, dass

- in dieser Entwicklungsphase jenes Lernbild im Hund entsteht, welches für alle weiteren Lernvorgänge als Wegweiser dient.

- diese „Vorprogrammierung" zeitlebens nicht mehr gelöscht werden kann.

Deshalb sollte besonders in diesen Lernphasen mit größter Klarheit und Konsequenz gearbeitet werden - auch hinsichtlich der Vertrauensbildung.

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4. Ziel - Fährtenelemente

Arbeitet der Junghund eine etwa 20 bis 30 Minuten alte und ca. 100 bis 150 m lange Tupf schleppe mit Links- und Rechtswinkel sauber und korrekt aus, beginnen wir Gegenstände auszulegen.

1. Lege in einem Abstand von etwa 10 bis 20 m auf die einzelnen Fleischtupfer einen Gegenstand ab, der nicht größer als eine Checkkarte ist und sich nicht wesentlich vom Erdboden abhebt.
 

2. Gehe beim Fährten nun so dicht hinter dem Hund, dass du ihn sofort überschwänglich loben und einen Leckerbissen geben kannst, wenn der Hund den Gegenstand gefunden hat.
 

3. Wähle zunächst Gegenstände, in denen du anfangs einen Leckerbissen verstecken kannst wie Handschuhe, Socken, Dosen usw. Damit animierst du den Hund zum selbständigen Verweilen am Gegenstand, diesen zu untersuchen und ihn als etwas sehr Positives zu assoziieren.

4. Ist das Interesse an den Gegenständen geweckt, verwende sofort solche, die sich in Form und Farbe nicht vom Gelände abheben, z. B. durch Überdeckung der Gegenstände mit Bestandteilen des Fährtengeländes wie Gras, Erde etc. Denn der Hund soll die Gegenstände mit der Nase finden und nicht mit den Augen. Dabei wechsle ständig die Art der Gegenstände und deren Zwischenabstände.

5. Beherrscht der Hund die mit Gegenständen belegte Mensch-Fleisch-Fährte und arbeitet mit tiefer Nase, bei jedem Wetter und auf unterschiedlichem Untergrund ruhig und sauber die Spur aus, dann verzichte auf den Fleischgeruch und belohne den Hund nur noch mit geruchsschwachen Leckerbissen.

6. Achte bei den Gegenständen darauf, dass

a) sie gut verwittert sind, genau auf der Fährte und nicht zu nahe am Winkel liegen.

b) sie nicht zu klein oder zu groß und nicht schon von weitem zu sehen sind.

c) du beim Ablegen der Gegenstände deine Gangart nicht unterbrichst und dir die Ablagestelle genau merkst.

d) du nach dem Weglassen des Leckerbissens in dem Gegenstand diesen zunächst freudig aufnimmst, ihn hörbar beschnupperst und dann erst den Hund belohnst.

7. Hat der Hund alle bisherigen Lernschritte richtig verknüpft, lehre ihn so früh wie möglich die Bedeutung des Fährtengeschirrs.
 

8. Verwende am besten das Böttger'sche Fährtengeschirr, weil du durch das Durchführen der Leine zwischen den Hinterläufen des Hundes bestens auf ihn einwirken kannst. Nimmst du ein anderes Geschirr, dann befestige die Fährtenleine direkt am Halsband und führe sie zwischen Unterbrust und Bauchriemen zwischen den Hinterläufen des Hundes hindurch.
 

9. Lege die reine Eigenfährte anfangs in kurzen Schritten und gehe auf dieser wieder zum Abgang zurück. Dabei achte darauf, dass die Zeit zwischen Anfang und Ende des Hin- und Rückweges stets unter 5 Minuten liegt. Dann steigere systematisch die Schrittlänge dieser „Doppelfährte" bis zum normalen Schritt (70 bis 75 cm).

                  
 

10. Fährtet der Hund auf der „Doppelfährte" fehlerfrei, verkürze wieder den Schrittabstand und lege eine einfache Eigenfährte. Behalte anfangs diese kurzen Schritte etwa 10 bis 15 m nach dem Abgang sowie vor und nach jedem Winkel bei, wenn du den Schrittabstand abermals bis zum normalen Schritt vergrößerst.

           
 

11. Gewöhne den Hund daran, den Abgang und das Fährtenschild intensiv abzuwittern und sich auf den Fährten- und Gegenstandsgeruch (Fährtenschild) einzustellen.
 

Dieses Ziel erreichst du am besten durch folgende Maßnahmen:

a) Gib dem Hund vor der Fährtenarbeit keine Gelegenheit, seine Riechzellen mit einem fährtenfremden Geruch zu füllen, z. B. indem der Hund schon auf dem Weg zum Abgang intensiv Geruchsstoffe aufnimmt.

b) Führe den Hund stets von einer anderen Seite an den Fährtenabgang heran, damit er den Fährtenanfang immer erst suchen muss.

c) Vertiefe das selbstständige Suchen des Fährtenanfangs, indem du dem Hund sternförmige Abgänge mit „toten" Fährtenansätzen anbietest.

d) Hindere den Hund am unkontrollierten Herumschnüffeln, indem du ihn an der Fährtenleine und am Fährtengeschirr oder nur an der Fährtenleine festhältst und dabei zum gezielten Suchen bringst.

e) Korrigiere den Hund sofort und konsequent, wenn er den Ursprung des Fährtengeruchs verlässt und dem Schwebeduft folgen will.

 

12. Erziehe den Hund zu einem sicheren Winkelsucher, indem du wie folgt handelst:

a) Bringe den Hund durch Festhalten am Fährtengeschirr an den Winkeln kurz zum Verharren. Dabei beruhige den Hund und animiere ihn, den weiteren Fährtenverlauf nur durch Kopfwen­den zu suchen.

b) Korrigiere den Hund sofort und konsequent, wenn er die Fährtenbahn verlässt und am Winkel geradeaus weiter geht. Dabei veranlasse ihn durch Rückwärtsgehen und Kopfwenden, die ver­lorene Fährte zu suchen.

13. Bestätige den Hund am Ende der reinen Menschenfährte nicht mehr mit Futter, sondern nur noch mit Lob und Beuteobjekt. Dann nimm dem Hund sofort das Fährtengeschirr ab und verlass mit ihm spielend das Fährtengelände.

14. Verwende als letzten Gegenstand einen Ball, weil du diesen gleichzeitig als Beuteobjekt zum Spielen verwenden kannst. Dieses Spiel ist nach der Fährtenarbeit unbedingt notwendig, weil es

a) den Suchstress bei Führer und Hund abbaut.
b) eine evtl. Disharmonie zwischen Führer und Hund beseitigt.
c) ein hohes Stimmungsniveau beim Hund aufbaut.
d) die Grundlage für die nächste Fährtenarbeit bildet.

15. Achte bei der Detailarbeit darauf, dass du

a) anfangs nahen Kontakt zum arbeitenden Hund hältst und erst mit zunehmender Korrektheit mehr Leine gibst.

b) sofort wieder näher an den Hund herangehst, wenn er beim Fährten einen Fehler macht.

c) dich von dem Hund führen lässt und ihn nur im Bedarfsfall korrigierst oder hilfst.

d) richtiges Verhalten sofort eindrucksvoll bestätigst und bei eindeutigem Fehlverhalten sofort und konsequent einwirkst.

e) den Hund zu einem sicheren und sauberen Sucher aufbaust, der mit tiefer Nase ausschließlich dem Ursprung des Fährtengeruchs folgt.
 

16. Arbeitet der Hund auch die reine Menschenfährte sauber aus, beginne das einwandfreie Verweisen oder Aufnehmen der verschiedenen Gegenstände einzuarbeiten. Dabei ist das Anzeigen vorzuziehen, weil das korrekte Aufnehmen und Festhalten aller Art von „verlorenen" Objekten bei fast allen Hunden erst außerhalb der Fährtenarbeit intensiv und mit entsprechendem Zwang geübt werden muss.

Das leichter zu erlernende Verweisen der Gegenstände kann liegend, sitzend oder stehend geschehen.

 

17. Gewöhne den Hund von Anfang an daran, den Gegenstand geradeaus in Platzposition zu verweisen.

18. Lehre dem Hund das richtige Anzeigen der Gegenstände wie folgt:

a) Gib sofort das Hörzeichen für die gewünschte Warteposition, wenn der Hund mit der Nase am ausgelegten, nicht nach Futter riechenden Gegenstand ist.

b) Veranlasse den Hund sofort zur Einnahme der geforderten Verhaltensweise in Suchrichtung und vor dem Gegenstand, wenn er das Hörzeichen nicht augenblicklich befolgt.

c) Bestätige sofort das richtige Verhalten und bleib rechts neben dem Hund einen Augenblick stehen, bevor du dich nach dem Gegenstand bückst.
 

19. Halte den Hund anfangs mit der linken Hand in der Warteposition fest und hebe mit der rechten Hand interessiert den Gegenstand auf. Dabei achte darauf, dass der Hund absolut ruhig bleibt.

20. Beschnuppere den Gegenstand, lob den Hund lautlich und mimisch und gib ihm evtl. einen Leckerbissen. Dann hebe den Gegenstand auf und verwahre ihn. Dabei achte stets darauf, dass der Hund deinen Handlungen aufmerksam mit den Blicken folgt.

21. Halte den Hund anfangs mit der rechten Hand am Halsband oder Fährtengeschirr fest, nimm mit der linken Hand die fallen gelassene Fährtenleine auf und gib das Hörzeichen „Such". Dabei achte da­rauf, dass der Hund erst nach dem Hörzeichen zu suchen beginnt.

22. Bleib nach dem Hörzeichen ruhig stehen und folge dem Hund erst dann in langsamen Schritten, wenn die letzten 50 cm des Leinenendes durch deine Hand zu gleiten beginnen.

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5. Ziel - Fährtenfestigkeit

Hat der Hund das Verweisen der Gegenstände sicher verknüpft, und legt er sich nicht auf oder hinter die Gegenstände, sondern korrekt davor, dann fassen wir alle bisherigen Aufbauschritte zu einem Arbeitsschema zusammen und machen den Hund fährtenfest. Dabei ist der bleibende Erfolg dieser Arbeitsweise weitgehend davon abhängig, wie konsequent wir uns selbst an das festgelegte Schema halten und wie genau wir die wichtigsten Regeln der Fährtentheorie beherrschen und anwenden. Jedoch sollten wir alles versuchen, Ausbildungsfehler von vornherein zu vermeiden. Denn eine nachhaltige Beseitigung, vor allem wenn die Fehler schon ein fester Bestandteil des Suchverhaltens sind, erfordert oft mehr Zeit und Geduld als der Aufbau selbst.

Deshalb nochmals, weil es so wichtig ist: Bei der systematischen Erziehung zum fährtenfesten Hund sollten wir unbedingt darauf achten, dass wir

1. das einmal gewählte Ausbildungsschema strikt einhalten.

2. die Fährtenarbeit sorgfältig durchführen, z. B. Auswahl des richtigen Fährtengeländes, richtige Einteilung des Fährtengeländes, richtiges Legen der Fährte und der Gegenstände, richtige Vorbereitung des Hundes, richtig den Hund ansetzen und führen, im richtigen Moment den Hund richtig bestätigen oder korrigieren.

Nicht Quantität, sondern Qualität ist die Devise!

3. jeden auftretenden Fehler sofort mit Ruhe, Überlegung und Ausdauer beseitigen.
 

4. beim Hund die leidenschaftliche Freude am Verfolgen der Fährte und das leidenschaftliche Interesse am Finden von Gegenständen fördern und erhalten, ohne ihn dabei unkorrekt werden zu lassen. Damit sowohl wir als auch der Hund lernen, sicher und fehlerfrei zu arbeiten, sollten wir die Fährte so anlegen, dass wir das Arbeitsschema öfter üben können. Dies wird uns wohl am besten durch die  Treppenfährte gelingen. Dabei sollten wir

a) ständig die Länge der Schenkel, die Anzahl der Winkel sowie die Lage der Gegenstände auf den Schenkeln verändern.

b) stets die einzelnen Schenkel im Nacken- und Seitenwind legen.

c) niemals die Fährtenbahn am letzten Gegenstand unterbrechen, z. B. durch einen großen Schritt, seitliches Wegspringen usw.

d) systematisch die Gesamtlänge der Treppenfährte auf etwa 500 Schritt steigern.

5. schrittweise den Abgang von der ca. l m2 großen Tropfenform auf ca. 0,10m2 Grundstellungsbreite (am Abgang nur stehen bleiben und einige Zeit verweilen) verkleinern.

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6. Ziel - Ablenkungen

Ist der Hund so weit fährtenfest, dass er eine 350 bis 600 Schritt lange und 20 bis 30 Minuten alte Hundeführerfährte, die mehrere Winkel und verschiedene Gegenstände enthält, an der 10 m langen Fährtenleine begeistert und sicher absucht, dann trainieren wir den Hund für die SchH-I- oder IPO-I-Prüfung.

Dabei steigern wir die Schwierigkeiten langsam, so dass der Hund sie stets überwinden kann und wir nicht zu stark einwirken müssen.
 

1. Gewöhne den Hund zuerst an das Vorhandensein von Menschen, Fahrzeugen und Tieren im Fährtengelände, indem du mit einer größeren Entfernung beginnst und mit zunehmender Gewöhnung den Abstand zwischen dem suchenden Hund und den „Störfaktoren" bis auf wenige Meter verringerst.
 

2. Lege dann die Fährten immer näher an beweideten Flächen, an Waldschneisen oder Waldrändern, an Wasserläufen, an Feldwegen, an befahrenen und begangenen Straßen entlang, in der Nähe von Menschen, die auf dem Feld arbeiten usw.
 

3. Übe ständig in einem anderen Gelände, bei unterschiedlichen Witterungs- und Bodenverhältnissen und zu verschiedenen Tageszeiten.
 

4. Achte besonders auf die Äußerlichkeiten beim Fährten, indem du nicht nur dem Hund ein prüfungsmäßig korrektes Suchen angewöhnst, sondern auch dein Verhalten sorgfältig kontrollierst.

5. Studiere immer wieder die Prüfungsordnung und präge dir die einzelnen Anforderungen genauestens ein. Denn am Tage der Prüfung solltest du mit dem Hund die SchH-I-Fährte fehlerfrei legen und ausarbeiten.

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7. Ziel - Fährtenarten

Beherrscht der Hund die SchH-I-Fährte, folgen die Vorbereitungen auf die SchH-II- und SchH-III-Prüfungen. Dabei verfahren wir im Grunde nach den Regeln für die SchH-I-Prüfung. Jedoch sollten wir noch zusätzlich folgende Punkte beachten:

1. Trainiere den Hund weiterhin auf Eigenfährte. Lass eine Fremdfährte nur ausnahmsweise und in erster Linie vor einer Prüfung ausarbeiten, weil die Fremdfährte im Wesentlichen der Selbstkontrolle dient.

2. Nimm anfangs für das Legen der Fährte eine Person zur Hilfe, die der Hund und die den Hund kennt, die genügend von der Fährtenarbeit versteht und die es nicht darauf anlegt, den Hund von der Spur abzubringen.

3. Beginne mit der Fremdfährte bei günstigem Wetter auf idealem Gelände und wechsle systematisch die Fremdpersonen und die Fährtenform, z.B. L-Fährte, U-Fährte, P-Fährte, R-Fährte oder Treppenfährte. Achte darauf, dass die Parallelschenkel mindestens 50 m auseinander liegen.

4. Steigere langsam die Länge der Fährte bis auf etwa 1000 bis 1500 Schritt, das Alter der Fährte bis auf eine Stunde, die Anzahl und Größe der Winkel und Schenkel sowie die Art der Gegenstände.

5. Wechsle auch bei der Fremdfährte ständig die Geländeform, die Bodenverhältnisse, das Wetter, die Tageszeit und die Schwierigkeitsgrade, damit du absolutes Vertrauen zum Hund gewinnst.

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8. Ziel - Verleitungen

Besitzen wir und der Hund die nötige Sicherheit und Korrektheit auf den unterschiedlichsten Eigen- und Fremdfährten, dann steuern wir das letzte Zwischenziel an. Dabei hängt der Erfolg ebenfalls von einigen wichtigen Erkenntnissen ab.

1. Bevor du den Hund lehrst, jede Verleitungsfährte abzulehnen, gewöhne ihn zuerst an gravierende Unterbrechungen der Fährte, vor allem durch befahrene und begangene feste Straßen und Wege.

2. Lege anfangs die Fährte genau rechtwinklig über die Straße. Dann deponiere unmittelbar dahinter den letzten Gegenstand, weil du dadurch die Straßenüberquerung am nachhaltigsten belohnen kannst.

3. Achte darauf, dass der Hund die Straße stets genau in Richtung Fährtenverlauf überquert und auf der anderen Seite sofort wieder auf die Spur stößt. Falls er zu pendeln anfängt, führe ihn am Halsband ruhig und konsequent bis zur anderen Fährtenspur hinüber.

4. Hat der Hund begriffen, dass er zum Weiterfährten die Straße geradlinig kreuzen muss, dann trete die Fährte so, dass du die Straße schräg überquerst. Wird der Hund jetzt unsicher, musst du ihm auch hierbei helfen.

5. Übe das Überqueren der Straße in verschiedenen Winkelgraden, bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen und Tageszeiten so lange, bis der Hund sicher begriffen hat, dass er seine eingeschlagene Fährtenrichtung beibehalten muss. Dann kannst du den Hund mit anderen Unterbrechungen wie Wassergräben usw. konfrontieren.

6. Wähle für das „Unterbrechungstraining" Verkehrsstraßen usw. aus, an denen auf beiden Seiten dieselben Bodenstrukturen vorherrschen, z. B. Gras. Dadurch fällt dem Hund das Weiterfährten leichter.

7. Meistert der Hund die Unterbrechung ohne Schwierigkeiten, lege die Fährten über verschiedene Bodenstrukturen, um Gebüsch herum und durch Menschengruppen hindurch.

8. Übe das Verharren auf der Ansatzfährte erst dann ein, wenn der Hund

a) das Suchen über verschiedene Bodenstrukturen und Unterbrechungen sicher beherrscht.

b) eine mindestens eine Stunde alte Fährte mit tiefer Nase beständig und einwandfrei ausarbeitet und die Gegenstände korrekt verweist.

9. Beginne auf idealem, möglichst fährtenfreiem Gelände und mit Verleitungsfährten, die min. l/2 Stunde älter sind als die Ansatzfährte. Erst wenn der Hund auf Fährten ausharrt, die älter als Stunden sind, schalte frischere Verleitungsfährten ein. Dieses System erleichtert den Aufbau ungemein.

10. Lege beide Fährtenarten selbst, indem du zuerst die Verleitungsfährte trittst und nach etwa 11/2 Stunden die Spürfährte so darüber legst, dass sie die Verleitung anfangs einmal und später drei- bis viermal schneidet. Jedoch kannst du die Spürfährte wie beschrieben auch über alte Fremdfäh